Vita

Nina nahm an verschiedenen musikalischen Förderprojekten wie „Young Voices Brandenburg“ oder „Jugend Musiziert“ teil, studierte Anglistik/Amerikanistik und Französische Philologie an der Uni Potsdam und wechselte 2014 zum Gesangsstudium an die HfM Carl Maria von Weber Dresden bei Céline Rudolph, Esther Kaiser, Natascha Roth, Eleanor Forbes und Komposition bei Thomas Zoller. Darüber hinaus besuchte sie Workshops bei Anne-Marie Speed (Estill Voice Training), Andreas Schmidt, Jay Clayton, Jerry Granelli (Free Jazz), Nicolai Thärichen (BigBand), New York Voices, uvm.

Nina steht in erster Linie mit ihrer fünfköpfigen vocal band Blended auf der Bühne, agiert als Backgroundsängerin für diverse Projekte und lässt als Singer-Songwriter ihre authentischen Eigenkompositionen erklingen. Als Gesangspädagogin unterrichtet sie in Dresden und Berlin Jazz/Rock/Pop-Gesang, arbeitet freiberuflich als Komponist, Arrangeur, Übersetzer und Texter und schreibt aktuell an ihrem Debütalbum.

2014Sonderpreis der Jugend Jurys (Jugend Musiziert, Gesangsduo)
2015Jugend Kulturell Förderpreis A Cappella (Publikumspreis und Jurypreis, Einzug ins Finale mit ihrer vocal band Blended)
2016Projektassistenz bei „Zelle 12“ und „Young Voices Brandenburg“
20172. Preis Vokal.Total Graz; Magenta Newcomer Award (mit ihrer vocal band Blended)
2017Stipendium des Lions Club (Deutschlandstipendium)


Nina über Stimmen:

Die Stimme ist ein höchst sensibles und komplexes Instrument, weil man sie nicht sehen bzw. nicht vom Körper trennen kann. Jede Stimme ist einzigartig, da jeder Mensch einzigartig ist. Man kann sich nicht einfach eine neue Stimme kaufen wenn man anders klingen will, man muss den erwünschten Klang von innen herausbilden. Dies erfordert eine ganzheitliche Arbeit an Körper, Gehörbildung, Stimmbildung, Interpretation. Hörgewohnheiten und der persönliche Musikgeschmack beeinflussen die eigene Stimme maßgeblich, deswegen hört man auch oft, wo jemand „herkommt“ - ganz nach dem Motto „Du bist was du singst, du singst was du hörst.“ In meinen Projekten bediene ich verschiedene Funktionen, beispielsweise als Begleitstimme, die unterstützt, oder auch als Solist, der von anderen unterstützt wird. Die Stimme kann also in verschiedene Rollen schlüpfen und bleibt dabei trotzdem immer einzigartig.

Ich habe mich im Laufe der Jahre in vielen Stilistiken bewegt und die verschiedenen Nuancen meiner Stimme erkundet. Manchmal fiel es mir schwer mich gleich darauf einzulassen, wenn ich nicht auf Anhieb dem Klangideal im jeweiligen Genre entsprach. Übung macht ja bekanntlich den Meister, Geduld spielt dabei aber eine ebenso große Rolle, genauso wie die Freude daran, neue Farben zu entdecken und sich auf stimmliche Abenteuer einzulassen. Ich finde es immer wieder spannend zu beobachten, wie schnell man aus sich heraus kommen kann wenn man sich wohl fühlt, daher möchte ich in meinem Unterricht eine offene und vertraute Atmosphäre für meine Schüler schaffen.

„Jede Stimme zählt“ gilt für mich nicht nur im politischen Sinne, sondern allgemein. Wenn Stimmen aufeinander treffen beginnt die Kommunikation: Ein Austausch von Gedanken, Erfahrungen, Emotionen… das ist der Ursprung der Musik. Seit Anbeginn der Zeit haben Menschen zusammen gesungen, ihre Geschichten und Traditionen auf diese Weise überliefert. Für mich geht es immer primär um den Menschen, was ihn bewegt, wo er herkommt, was er sagen möchte. Ich begleite ihn auf seinem musikalischen Weg und helfe ihm dabei seine inneren Gedanken, Erfahrungen und Emotionen auf gesunder stimmlicher Basis zu überliefern.

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